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Bosnien und Herzegowina: Wo Sie in Sarajevo übernachten sollten

Eine Hauptstadt, die den Umweg wert ist

Bosnien und Herzegowina belohnt einen kurzen Aufenthalt mehr als fast jeder andere Ort in Europa, und fast alles beginnt in einer Stadt: Sarajevo. Eine begehbare Altstadt, eine wirklich vielschichtige Geschichte und eine Gastronomieszene rund um Ćevapi und bosnischen Kaffee machen die Reise allein schon lohnenswert — und die Preise gehören noch immer zu den günstigsten aller europäischen Hauptstädte.

Wo Sie in Sarajevo übernachten sollten

Baščaršija, die osmanische Altstadt, ist die naheliegende Basis für Erstbesucher — Kopfsteinpflastergassen, Kupferschmiedewerkstätten, der Sebilj-Brunnen, und in Gehweite zu fast allem, was Sie sehen möchten, einschließlich der Lateinerbrücke und des Morića Han, der letzten erhaltenen Karawanserei der Stadt.

Marijin Dvor, direkt westlich der Altstadt, wirkt eher mitteleuropäisch — hier befinden sich das Nationalmuseum und das Mahnmal der Ewigen Flamme — und ist eine gute Option, wenn Sie nah an allem sein möchten, ohne direkt in den belebtesten Gassen der Altstadt zu wohnen.

Grbavica, auf der anderen Flussseite, ist ruhiger und eher ein Wohnviertel, bei Expats beliebt wegen seiner Parks und des entspannten Tempos, während es dennoch nur eine kurze Straßenbahnfahrt vom Zentrum entfernt liegt.

Jenseits der Altstadt bietet die Seilbahn auf den Trebević Bergblicke über den gesamten Talkessel der Stadt.

Anreise und Fortbewegung

Der internationale Flughafen Sarajevo (SJJ) liegt etwa 12 km vom Stadtzentrum entfernt — eine Taxifahrt von rund 20-25 Minuten (etwa 20 BAM / 10 EUR), oder ein günstigerer öffentlicher Bus ins Zentrum. Das altmodische Straßenbahnnetz der Stadt ist eine einfache, günstige Möglichkeit, zwischen dem Zentrum und Vierteln wie Grbavica zu pendeln.

Währung und praktische Tipps

Bosnien und Herzegowina nutzt die konvertible Mark (BAM, oft als KM geschrieben), fest an etwa 2 BAM zu 1 EUR gekoppelt. Karten werden in Restaurants und Geschäften weithin akzeptiert, aber etwas Bargeld lohnt sich für Taxis, kleinere Cafés und die Marktstände der Altstadt.

Wetter und beste Reisezeit

Frühling (März-Mai) und Herbst (September-November) sind am angenehmsten, mit milden 10-20°C, die sich gut zum Erkunden der Altstadt und der umliegenden Hügel eignen. Der Sommer (Juni-August) ist wärmer, 25-35°C, mit kühleren Abenden; wenn Sie Tagesausflüge in die Berge planen, ist die Nebensaison meist die einfachere Wahl.

Was man essen sollte

Ćevapi — gegrillte Hackfleisch-Röllchen, serviert im Fladenbrot Somun mit Kajmak, einer reichhaltigen Rahmcreme — sind hier das Gericht der Wahl, und es lohnt sich, eine der spezialisierten Ćevabdžinice der Altstadt statt eines gewöhnlichen Restaurants aufzusuchen. Dazu gehört ein echter bosnischer Kaffee, serviert in einer kleinen kupfernen Džezva.

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